Donnerstag, 31. Dezember 2020

Frontseite

Frontseite klingt sehr martialisch, so nach "Im Westen nichts Neues".
Aber das soll damit nicht gemeint sein.
Frontseite heißt Titelblatt, heißt: Was will dieser Blog mit dem seltsamen Namen?
Dieser Blog ist ein Männerblog. Er ist ein Männerblog, weil ich ein Mann bin und damit die männliche Sicht der Dinge einbringe. Er ist ein Männerblog, weil er die Anliegen der Männer- und Väterbewegung fördern soll, wie ich sie sehe.
Für mich sind Ziele der Männerbewegung:

  • rechtliche und gesellschaftliche Benachteiligungen für Männer zu beseitigen,
  • Männern ein positves Selbstbild zu geben,
  • männliche Anliegen in die Gestaltung der Gesellschaft einzubringen,
  • die Entwicklung von Buben zu selbstbestimmten und selbstbewußten Männern zu fördern,
  • Männern einen offenen und ungezwungenen, unverklemmten Zugang zu ihrer Sexualität und ihrer Körperlichkeit zu ermöglichen,
  • Männer ein ungezwungenes und offenes Verhältnis zu anderen Männern zu ermöglichen
Für mich sind Ziele der Väterbewegung:


  • rechtliche und gesellschaftliche Benachteiligungen von Vätern zu beseitigen,
  • die Rolle des Vaters in der Familie und im Bezug zu seinen Kindern zu stärken
  • das Miteinander von Vätern und Kindern zu fördern,
  • Vaterschaft stärker gesetzlich zu schützen
  • Vaterschaft und die wichtige Rolle derselben in der Gesellschaft stärker zu verdeutlichen.
Ich versuche in diesem Blog durch eigene Postings und durch Zitate, Diskusstionsgrundlagen und Argumentationshilfen zu geben.

Ein weiteres Thema, das mich beschäftigt ist, der Mensch in Staat und Gesellschaft und hier besonders die Nation als Gemeinschaft der rechtlich und politisch Gleichen.

Weitere Themen fließen ein, sofern sie mir wichtig sind, aber die obengenannten Themen sind die Kernthemen dieses Blogs, jedenfalls bis auf Weiteres.



Ein Wort zu Urheberrechten.
Ich verfolge mit meinem Blog keine kommerziellen Interessen. Es ist auch nicht meine Absicht, Autoren um ihren gerechten Lohn für geistige Arbeit zu bringen. Ganz im Gegenteil, es ist mein Ziel, Autoren, die zu den von mir ins Zentrum des Interesses gerückten Themen Bedeutendes zu sagen haben, bekannt zu machen, meine Leser auf diese Autoren aufmerksam zu machen und zu weiterer Lektüre zu animieren. In sofern betreibe ich eher Werbung, indem ich Texte in meinen Blog aufnehme.

Sollte sich dennoch jemand, in seinem Urheberrecht verletzt sehen, so genügt eine kurze Mail an dschindschin@email.de und ich lösche bzw. verkürze die entsprechenden Passagen.
Meine Leser weise ich darauf hin, dass Veröffentlichungen in meinem Blog nichts am Urheberrecht der ursprünglichen Autoren ändert, an die man sich also zu wenden hätte, wollte man die entsprechenden Texte anderweitig veröffentlichen.




Dienstag, 16. Dezember 2014

An Herrn Putin, Präsident der Russischen Föderation

Sehr geehrter Herr Präsident,

als russischer Mann werden Sie wenig für die Probleme westlicher Männer übrig haben, insbesondere die Diskussionen, wie man schöne Frauen ins Bett bekommt, auch Game genannt.

Das ist schade, denn manche Strategie, die unter Game läuft, passt auch zum Verhältnis der Staaten.

Was ist das Kernproblem Russlands: keine Freunde!

Ursache: Falsche Außenpolitik! Russland ist ein gewalttätiger Beta, will sagen, Russland ist von seiner Unattraktivität überzeugt und reagiert darauf, indem es die potentiellen Partnerinnen vergewaltigt. Wäre Russland ein wirtschaftlicher Gigant wie die USA und hätte Russisch die kulturelle Ausstrahlungskraft wie Englisch, Russland könnte sich vor Freunden (Alliierten) nicht retten. Aber weil das nicht so ist, suchen die Russen Sicherheit durch Landraub. Russland ist noch immer nach Fläche der größte Staat der Erde, aber man klammert sich an jeden Quadratkilometer, als sei dessen Verlust das Ende Russlands.

Wie sagt Goethe so schön: Mensch mit zugeknöpften Taschen, dir tut keiner was zulieb, Hand wird nur von Hand gewaschen, wenn Du nehmen willst, so gib.

Gibt es zwei potentiellen Freunde, die Russland von großem Interesse sein könnten?

Aber ja doch: Japan und Deutschland!

Was wäre es Russland wert, diese beiden Staaten als Freunde zu gewinnen?

Fangen wir mit Japan an. Was spricht dagegen, die beiden geklauten Kurilen-Inseln zurückzugeben, mindestens. Wie wäre es mit diesen und Südsachalin! Hey, in Arabien kostet eine hochwertige Braut weit mehr (relativ natürlich).

 Der Preis: ein Bündnis- und Freundschaftsvertrag mit Japan.

Und Deutschland? Es gibt da etwas, das Deutschland gerne wieder haben sollte: Pommern und Schlesien. Ja, ja, das geht, ganz ohne Krieg!

Der erste Schritt ist die Rückgabe Nord-Ostpreußens an Deutschland, mit der Maßgabe, dass Königsberg russischer Marinestützpunkt bleibt. Die dort wohnende Bevölkerung hat die Wahl Deutsche zu werden, oder nach Russland zurückzukehren. Russland muss dann beharrlich die Politik verfolgen, dass die Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten Unrecht war und rückgängig gemacht gehört.

Ziel allen Handelns muss sein, dass Polen Pommern und Schlesien aufgibt. Die dort wohnende Bevölkerung bekommt die Wahl, Deutsche zu werden, zweisprachige Deutsche, echte Pommern, echte Schlesier, oder auszuwandern.

Wie geht das? Nun auch Tschechien wurde vor dem 2. Weltkrieg zum Protektorat, ohne dass ein einziger Schuss fiel.

Die Rückgabe Nord-Ostpreußens ist eine Tat, nicht nur hohles Gewäsch. Russland muss klar machen, dass es ihm mit einer neuen Politik gegenüber Deutschland ernst ist. Ja, ja, ich höre, Russland hat ja die DDR geräumt. Was wären die Truppen in der DDR wert gewesen, mit Polen als Natomitglied im Rücken? Die Vertreibung der Deutschen war russische Politik, also muss das auch Russland rückgängig machen. Und ohne dieses ist an eine deutsch-russische Allianz nicht zu denken.

Eine deutsch-russische Allianz - was wäre das für Russland? - Alles!

Im Unterschied zu Russland ist Deutschland ein flächenmäßig kleines Land. Es hat keine Provinzen zu verschenken. Und darum haben die Siegermächte des 2. Weltkriegs zuviel vom Land abgebissen. Gut, Ostpreußen und Danzig sind verloren, jeder Krieg hat seinen Preis. Aber der zusätzliche Verlust von Pommern und Schlesien, das ist zu viel. Das hat Deutschland von seinen historischen Wurzeln abgeschnitten. Ich würde zwei Bundesländer daraus machen. Zwanzig Jahre nach deren Gründung bekommen die dann noch Polnisch-sprechenden Einwohner Minderheitenrechte.

Ansonsten geht es hier nicht darum Länder hin-und herzuschieben.

Mit Deutschland als Alliiertem beherrscht Russland Europa. Nur eben nicht per Vergewaltigung, sondern beide Hegemonen müssen daran arbeiten, dass es allen Völkern in Europa besser geht, dass sie in einer festen Wirtschaftsgemeinschaft verbunden sind, aber nicht aus Angst, sondern aus gemeinsamen Interesse. Dazu braucht Russland auch nicht die baltischen Staaten schlucken oder die Ukraine. Ein prosperierendes Russland ist ausreichend attraktiv und in Gemeinschaft mit Deutschland wird Russland prosperieren.

Wir setzen die Entwicklung fort, die 1914 aus  Dummheit abgeschnitten wurde.

Ja, ja, ich weiß, ich weiß, der Große Vaterländische Krieg und die Opfer. Wissen Sie, was versunkene Kosten sind? Wissen Sie, was die beste Strategie der Russen gewesen wäre: Nicht zu kämpfen. Sie meinen, dann gäbe es gar kein Russland mehr? Betrachten Sie Frankreich, das wurde von fränkischen Germanen erobert, und, spricht dort jemand Fränkisch? Sind die russischen Frauen nicht wunderschön, Sie haben ja schon ganz am Anfrang die germanischen Rus russifiziert. Jedenfalls gäbe es schon heute ein deutsch-russisches Großreich, und das wäre verdammt erfolgreich. Hätte Deutschland im ersten Weltkrieg das ihm feindlich gesonnene Elsaß-Lothringen aufgegeben, es hätte den Krieg als Sieger verlassen. Wird Russland die Größe haben, die Beute fahren zu lassen, den Sieg zu gewinnen, oder als zuerst zweit- dann drittklassige  Macht im Nordosten von Eurasien verdämmern.

Ach, und Nord-Ostpreußen? - Das bekommen die Polen als Ausgleich. Und Russland bekommt einen Marinestützpunkt in Wilhelmshafen, extraterritorial, für 99 Jahre, ohne Pachtgebühr. Und Russisch wird in Deutschland 2. Fremdsprache. Und Russen studieren in Deutschland, und Deutsche in Russland, und die beiden Wirtschaften verzahnen sich aufs Engste. Und die orthodoxe Kirche missioniert in Deutschland. Und und und und ....

Man wird ja noch träumen dürfen, oder?

Oder wie wollen Sie die anglo-amerikanische Vorherrschaft und den russischen Niedergang beenden?


Mit vorzüglicher Hochachtung







Interview mit einem Pornstar

Quelle: http://www.vice.com/de/read/interview-mit-einem-teenager-pornstar 
August 26, 2011
Von Ingrid Kesa 

Obwohl ich Pornografie ekelhaft finde und euch das Argument, dass es für Frauen bestärkend sein soll, nicht abkaufe, kann ich nicht aufhören, Jessie Andrews' Blog zu lesen. Sie wirkt einfach so normal. Wenn du ihre Posts darüber liest, was sie zum Frühstück gegessen hat oder wie sie beim Einkaufen war, vergisst du fast, dass du schon gesehen hast, wie sie gewürgt und gleichzeitig gefickt wurde, während sie weinte.Ich habe mich mit dem 19-jährigen amerikanischen Porno/Social Media-Star in Verbindung gesetzt, um mit ihr über's Verliebtsein, wie man sich in seiner eigenen Haut wohl fühlt und - natürlich - Sex zu sprechen.

VICE: Hey, Jessie! Ich nehme an, das ist ein Künstlername. Wo kommt der her?
Jessie Andrews: Jessie war der Name des Hundes meiner Mutter und Andrews war die Straße, auf der ich gefahren bin, als ich einen Nachnamen aussuchen musste.
Du bist mit 18 ins Pornogeschäft gekommen. Wie ist das passiert?
Meine Freundin war als Komparsin in einem Film und sie hat mir gesagt, wie viel Geld sie dafür bekommen hat, ihre Brüste zu zeigen. Ich war sofort interessiert, weil mich Geld motiviert. Ich habe keine Angst, was Leute von mir denken, ich habe gesunden Menschenverstand. Ich habe nie Drogen genommen und gegen Alkohol bin ich allergisch, deshalb weiß ich, dass ich in dieser Industrie am längeren Hebel sitze und erfolgreich bin.
Du rauchst nicht mal Gras?
Nope.
Das müssen deine Eltern ja toll finden. Wissen sie, was du beruflich machst?
Ja, meine ganze Familie weiß es.
Und die haben kein Problem damit?
Sie haben mir gesagt, dass sie mich lieben, egal was kommt. Sie wollen einfach, dass ich glücklich bin.
Das ist süß, aber findest du es nicht irgendwie gruselig, dass dein Vater deinen Namen googeln und dich dann, äh... bei der Arbeit sehen könnte?
Gott sei dank weiß er nicht mal, wie man eine E-Mail schreibt!!! Aber das stimmt, das wäre echt seltsam.
Reden wir über deine Arbeit. Ist es härter oder leichter, als es aussieht, Pornos zu machen?
Es ist auf jeden Fall härter. Die Typen haben zwei Jobs: hart zu bleiben und auf Kommando zu kommen. Ich kann „sportficken" - ich liege nicht einfach nur da. Ich kann einen Typen in jeder Position ficken und er muss sich nicht mal bewegen. Viel Spucke, Leidenschaft, mit der Kamera reden können, wissen, wie man netzwerkt, keine Tattoos, Natürlichkeit, zu wissen, wie man posiert und Bescheidenheit sind alles Qualitäten, die man braucht. Ich bin hier, um lebensverändernden Sex zu haben und dabei Geld zu machen.
Was sind die besten und schlechtesten Sachen in deinem Job?
Das beste ist es, in der Lage zu sein, jemanden vorübergehend zu lieben, ihn zu ficken und nie eine Beziehung mit ihm einzugehen. Ich fühle mich wie eine männliche Schlampe! Das schlimmste ist es, dass man sich keinen Urlaub nehmen kann, weil man immer für die Arbeit verfügbar sein muss.
Hast du in der Branche schon Freunde gefunden?
Ich habe ein paar gute Freunde in meiner Agentur, die Spiegler Girls, aber normalerweise häng ich nicht mit Leuten aus der Industrie rum. Ich glaube, das hält mich auf dem Boden.
Was denken deine Freunde, die nicht im Porno-Geschäft sind, über deine Karriere?
Ich weiß es nicht genau. Sie behandeln mich wie jeden anderen auch.
Wie sieht es mit deiner besten Freundin aus? Wie ist sie so und was macht ihr zusammen?
Meine beste Freundin lebt in Miami. Ich habe da 18 Jahren lang gelebt. Sie heißt Viviana und wenn ich sie besuche, dann tanzen wir, gucken Filme, essen viel spanisches Essen, plaudern über Neuigkeiten und sind einfach wir selbst. Es ist schön, wenn man jemanden hat, der genau weiß, was man denkt, bevor man es überhaupt gesagt hat.
Ich denke, dass die Mädchen ziemlich schroff miteinander umgehen.
Ich auch, aber ich nenne keine Namen. Das ist respektlos.
Du bist wirklich hübsch und wirkst selbstbewusst. Glaubst du, dass du andere Mädchen einschüchterst?
Ja! Das ist seltsam, weil ich nicht denke, dass ich hübsch bin. Vielleicht machen mich meine Attribute attraktiv.
An manchen Tagen hasse ich es, zur Arbeit gehen zu müssen. Es muss eine Herausforderung sein, so tun zu müssen, als ob es dir richtig gefällt, gefickt zu werden, selbst wenn du dich nicht so gut fühlst.
Ich habe noch nie einen Dreh verpasst, noch nie einen platzen lassen und ich bin immer pünktlich. Außer ich bin todkrank, dann hab ich mein Pokerface auf, egal, was kommt.
Ist es komisch, mit Leuten Sex zu haben, die so viel älter sind als du?
Ich bin erst 19, also wäre es illegal, Sex mit Leuten zu haben, die noch jünger sind.
Wie ist es, mit normalen Typen Sex zu haben, nachdem du Sex mit Leuten hattest, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen?
Es ist schwer, aber wenn du jemanden wirklich magst, ist der Sex genauso gut.
Dir müssen scharenweise Jungs nachlaufen. Was ist dir bei einem Typen wichtig?
Auf keinen Fall! Ich werde im wahren Leben nie angemacht. Ich habe immer meine Mutter gefragt, warum die Jungs mich nicht mögen. Sie sagte, das käme daher, dass sie eingeschüchtert sind. Ich habe zu viel Standards, um überhaupt nach einem Typen zu suchen.
Du hast also keinen Schwarm?
Ich wünschte, ich hätte einen. Dann wär's viel einfacher, zu masturbieren.
Kannst du im Porno-Geschäft sein und einen Freund haben?
Ich glaube, es ist möglich. Selbst Ehen sind möglich und ich bin mir sicher, dass die ziemlich kompliziert sind.
Willst du mal Kinder?
Nicht wirklich.
Wie sieht ein normaler Tag bei dir aus?
Ich wache auf, tweete Guten Morgen, denke drüber nach, was ich machen muss, und wenn ich keinen Dreh habe, dann mache ich Bilder und poste sie, hol mir was von Starbucks, ziehe Klamotten an, poste mehr Bilder, tweete, esse, gehe ins Einkaufszentrum, übe mit meinem Hula-Hoop-Reifen, tweete, poste Bilder, bin in sozialen Netzwerken unterwegs, arbeite an Musik, esse, poste mehr Bilder, dusche, dann tweete ich Gute Nacht. Ich bin ziemlich einfach.
Machst du Party?
Nicht wirklich. Ich bleibe gern daheim. Ich bin ein Loser.
Wie gehst du damit um, wenn du dich traurig oder einsam fühlst?
Ich glaube nicht, dass mich irgendwer schon mal sauer gesehen hat. Ich bin total passiv, ich ignoriere manche Dinge einfach und ich bin niemals einsam, weil ich das Internet habe.
Hast du schon mal ein Mädchen geküsst, bevor du Pornos gedreht hast?
Oh ja! Das war die einzige Sache, die ich in der High School gemacht habe, um die Aufmerksamkeit von Jungs zu kriegen.
Wie war es, deine Jungfräulichkeit zu verlieren?
Wie eine typische klischeehafte High School-Story.
Was hältst du von falschen Brüsten?
Ich liebe meine Brüste und ich bin dankbar, dass ich sie habe. Aber in ferner Zukunft werde ich mir vielleicht ein paar neue gönnen.
Welchen Rat würdest du Mädels in deinem Alter geben, damit sie sich in ihrer Haut wohl fühlen?
Du bist noch jung und dein Körper wird sich verändern, wenn du älter wirst. Schau mich an, meine Brüste wachsen jeden Tag, mein Gesicht dünnt aus und mein Babyspeck löst sich langsam auf. Ich frage mich, wie ich nächste Woche aussehe.
Ich geh davon aus, dass du noch immer toll aussiehst. Hey, ich hab mich total in die Handlung von deinem neuen Film Portrait of a Call Girl mit rein ziehen lassen und ich mochte, dass er mit einem Zitat von Jean-Paul Sartre anfängt, das war so unerwartet. Wie waren die Dreharbeiten?
Die waren super. Alle bei Elegant Angel, von den Regisseuren bis hin zu den Visagisten und den Rezeptionisten, sind aufrichtige und tolle Menschen. Es ist meine Lieblingsfirma, deshalb war es so ein Spaß und eine Ehre, diesen Film zu drehen. Ich habe geweint, einen Spiegel geschlagen, mich selbst auch, bin in der Wüste rumgelaufen, habe noch mehr geweint. Der Film hat meine schauspielerischen Fähigkeiten wirklich voran gebracht und darauf bin ich sehr stolz.
Ich schaue mir nicht wirklich Pornos an. Einmal sind eine Freundin und ich zu einem Typen mit nach Hause gegangen und er hat Edward Penis Hands rein gemacht, aber wir haben gekniffen. Kannst du mir etwas empfehlen - vielleicht etwas mit einem guten Plot oder schöner Kameraführung?
Portrait of a Call Girl natürlich. Digital Playground macht eine Menge hochwertiger Filme, New Sensations hat eine Romantik-Reihe und die Parodien haben auch echt was. Wer will keine Simpsons-Pornos sehen?
Cool, danke!

Gene und Verhalten

Dieser Artikel Die Welt zeigt, den großen Einfluss, den Gene auf unser Verhalten haben. Das kann auch nicht anders sein, denn unser Verhalten beeinflusst unser Überleben und unsere Fortpflanzung.

Was zu dem Schluss führt, dass Verhütungsmethoden nur eine kurzfristige Lösung des Problems Überbevölkerung bieten, weil sich letztlich doch diejenigen durchsetzen, die sich stärker vermehren.

Und so bleiben als letztliche Begrenzer der Überbevölkerung Seuchen, Hunger, Kriege (beim Menschen) und Fressfeinde.

Samstag, 23. August 2014

Der erste Weltkrieg - Die Frage nach der Kriegsschuld

Früher in den Familien, wenn der Streit zwischen den Kindern trotz Warnung der Eltern nicht enden wollte, dann bekamen alle Kinder Haue, denn im Grunde waren auch alle schuld. Denn eines war den Eltern klar, auch wenn vielleicht eines der Kinder den Streit ausgelöst hatte, dass er anhielt war die Schuld aller. Und darum wurden auch alle verhauen, damit sie lernten, künftig Konflikte nicht nur zu beginnen, sondern auch zügig zu beenden.

Schuld, das ist ein juristischer Begriff, der dummerweise mit einem Gefühl gekoppelt ist, dem Schuldgefühl. In der Realität haben meist Leute Schuldgefühle, die unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten unschuldig sind. Schuld heißt, eine Handlung oder ein Unterlassen vertreten zu müssen, d.h. straf- oder zivilrechtlich zu haften. Das ist ganz emotionlos: Man hat gegen eine Regel verstoßen und zahlt den Preis.

Das betrifft aber nur Personen oder juristische Personen im Rahmen einer Rechtsordnung.

Kollektive, also Massen von Menschen, sind keine Personen und keine juristischen Personen, sind also nicht schuldfähig. Ein Volk in Haftung nehmen zu wollen ist unmoralisch, weil man zu 95% Unschuldige straft, mit den entsprechenden negativen Folgen. Außerdem treffen solche Strafmaßnahmen das Volk nicht gleichmäßig, so dass mit hoher Wahrschreinlichkeit Unschuldige besonders belastet werden. So sind durch die Hungerblockade der Engländer Arme, Kranke, Alte und Kinder besonders geschädigt worden, nicht jedoch die Kreise, welche für die Auslösung und die Fortführung des Krieges verantwortlich waren. Das Blut dieser Opfer klebt an den Seelen der Verantwortlichen der Blockade, weswegen sie mit Sicherheit in der Hölle schmoren, wenn es eine göttliche Gerechtigkeit gibt, zusammen übrigens mit Bomber Harris und seiner Luftwaffe, zusammen mit den Einsatzkräften und KZ-Mannschaften der Nazis.

Soviel zu Schuld und Verantwortung.

Eine ganz andere Sache ist, dass es eben so ist, dass bei Kriegen der Verlierer die Zeche bezahlt, so ist es bei jedem Glücksspiel. Das hat nichts mit Schuld zu tun, sondern ist Teil des Spiels. Wenn jemand beim Poker gewinnt, so disqualifiziert das die Verlierer nicht moralisch. Er bekommt das Geld, weil das so vereinbart ist, wenn man um Geld spielt. Spielschulden sind Ehrenschulden. Und so ist es eben auch im Krieg. Niemand gewinnt wegen seiner höheren Moral, und niemand gewinnt einen höheren moralischen Status, weil er gewonnen hat. Der Gewinn besteht beim Krieg ja gerade darin, Beute machen und die politischen Verhältnisse im eigenen Interesse ordnen zu können. Vae victis - wehe dem Besiegten. Und es ist auch nur peinlich, wenn sich der Besiegte dann auf irgendwelche Rechtstitel beruft, um den Sieg des Siegers zu schmälern, Rechtstitel, auf die er im Falle seines Sieges auch keine Rücksicht genomme hätte. Beide Parteien haben mit hohem Einsatz gespielt und nachdem geklärt ist, wer der militärisch Stärkere ist, bestimmt dieser eben die Musik.

Die politische Elite Deutschlands hat Deutschland in zwei Großkriege geführt, so nach dem Motto Einer gegen Alle, und wie nicht anders zu erwarten, hat Deutschland verloren. Aber es hat, so sehe ich das, ehrenvoll verloren. Wer gegen die drei bzw. im ersten Weltkrieg vier Großmächte seiner Zeit antritt, und diesen vier bzw. sechs Jahren widersteht, diese an den Rand des Zusammenbruchs kämpft und Europa und die Welt so erschüttert, dass das gesamte politische System der Welt ins purzeln kommt, der hat seinen Ehrenplatz unter den wirkmächtigen Völkern wirklich verdient.

Nun, was wurde erreicht:

1. Weltkrieg:
  1. russisches Reich vernichtet, russischer Adel und russisches Bürgertum durch Einschleusen und finanzieren eines kommunistischen Agenten vernichtet. Russischer Aufstieg durch Ausschaltung des Bürgertums und Reduzierung der Volkszahl verzögert.
  2. Österreich-Ungarn als politische Kraft und Konkurrent um Einfluss auf den Balkan ausgeschaltet.
  3.  England als Herrscher des Empire entscheidend geschwächt. Englische Finanzkraft fast vernichtet.
  4. Aufstieg der USA als Wirtschaftsmacht und Konkurrent zu England ermöglicht.
  5. Frankreich als militärische Großmacht vernichtet.
  6. Einrichten eines Cordon politisch schwacher Staaten zwischen Russland und Deutschland, die als Absätzmärkte und Einflusszone Deutschlands geeignet sind.
  7. Vorbereiten des Anschlusses Österreichs und des Sudetenlandes an Deutschland.
2. Weltkrieg:
  1. Nochmalige Reduktion der russischen Bevölkerungszahl und damit Schwächung des slavischen Elements im Vielvölkerstaat.
  2. Ausschalten Englands und Frankreichs als militärische Großmächte
  3. Entscheidende Schwächung Englands, Frankreichs, der Niederlande und Belgiens als Kolonialmächte, was dann zur Entkolonialisierung führt.
  4. Entscheidender  Impuls zu Pazifierung Europas, wo nun Krieg nicht mehr als Methode der Politik gilt. Die Wehrmacht hat den Europäern (außer den Russen) die Zähne aus dem Maul geschlagen. Auch hat der Krieg die technische Entwicklung der Atombombe befördert, die erheblich zur Kriegsvermeidung unter Großmächten beiträgt.
  5. Entscheidender Impuls zur Gründung der UNO
  6. Entscheidender Impuls zur Gründung einer westlichen Militärallianz (NATO) unter Einschluss (West-)Deutschlands und unter Ausschluss Russlands.
  7. Entscheidender Impuls zur Ausbreitung des Kommunismus in Asien, besonders in China und dadurch Blockade des Wirtschaftspotential dieser Region mit der Möglichkeit des raschen wirtschaftlichen Aufstiegs Westeuropas und Japans.
  8. Entscheidender Impuls, Amerika als Vormacht des westlichen Bündnisses aufzubauen, wodurch der Zwang entfällt, durch brüchige Bündnisse in der Nachbarschaft und große Militärausgaben den Frieden Deutschlands zu sichern.
Und die Früchte reifen eben aus:

  1. Russland verliert sein Vorfeld in Osteuropa Stück um Stück, im Augenblick die Ukraine auf Dauer.
  2. Serbien, als Auslöser des 1. Weltkrieges ist deutlich gestutzt.
  3. Osteuropa ist fest an Deutschland gebunden.
  4. Britannien löst sich in seine Bestandteile auf.
  5. Frankreich ist als wirtschaftliche und politische Macht nur ein Schatten.
  6. Deutschland erfindet sich neu, als weltoffene Gesellschaft, als Industrie- und Handelsnation, eingebunden in ein Netzwerk zum gegenseitigen Vorteil.
Ein kleiner Tipp zum Schluss: Deutschland sollte sich hüten, Großmachtpolitik zu treiben. Deutschland sollte in Europa der Patron der kleinen Staaten sein, sich eng mit diesen abstimmen und deren Interessen vertreten. Der natürliche Verbündete ist übrigens Polen.

Deutschland hat in beiden Kriegen die Ziele, für welche es gekämpft hat, nicht erreicht, dafür aber anderes gewonnen, das unendlich wertvoller war, als die Kriegsziele. Deutschland war das Dynamit, das die Felsen zerschmettert hat, die daraufhin ins Rutschen kamen und so die Landschaft veränderten.  Alles in allem sieht das Ergebnis für Deutschland, als exportorientierte Industrienation ganz erfreulich aus. Außer Russland gibt es keine europäische Großmacht mehr, welche Deutschland bedrohen könnte. Deutschland ist Teil eines mächtigen Militärbündnisses unter der Führung der militärisch und wirtschaftlich stärksten Macht der Erde (Amerika), so dass auch Russland keine aktuelle Bedrohung ist. Allein durch seine Bevölkerungszahl und seine Wirtschaftsmacht ist Deutschland in Europa der primus inter pares, der die Geschicke des Kontintenents beeinflussen kann, ohne auf Machtmittel zurück greifen zu müssen.

Einzig Deutschland könnte diesen glückseelingen Zustand zerstören, doch da sei Merkel vor.

Wie gesagt, Deutschland muss auf Großmachtallüren verzichten und Hüter der kleinen Nationen Europas sein, mächtig, friedlich, weltoffen, auf Interessenausgleich bedacht, so können die Europäer gemeinsam ein gutes Leben führen.




Sonntag, 17. August 2014

Nochmal off topic

Die zwei Weltkriege lassen mich einfach nicht los, und es drängt mich, hier nochmal auf die französische Seite einzugehen.

Eine grundsätzliche Bewertung gleich zu Beginn:

Die Dummheit (und Aggressivität) französischer Deutschlandpolitik wird nur übertroffen durch die Dummheit (und Aggressivität) französischer Deutschlandpolitik.

Wir wollen nicht vergessen, dass Deutschland und Frankreich Schwestern sind, denn beide verdanken ihre Existenz dem germanischen Stamm der Franken, die aus den gallischen Resten des römischen Reiches und den verschiedenen Stammesgebieten in Germanien ihr Reich geschaffen haben, dessen herausragendster Vertreter der Karolinger Karls der Große ist, den man in Frankreich Charlemagne (von Carolus Magnus) nennt. Die fränkische Art der Erbfolge, die Teilung des Besitzes nämlich, führte letztlich dazu, dass sich der germanische und der romanische Reichsteil dann in verschiedenen Reichen fand und somit unterschiedliche Entwicklungen nahm. Dabei blieb die Sprache der Bildung erst einmal gleich: Latein. Es dauerte eine Weile bis die Sprache des Volkes, Romans und Diutisce, auch Einzug in die Literatur fand.

Ich will hier nicht den geschichtlichen Ablauf nacherzählen, der aus dem Westreich ein zentralistisch verwaltetes Königstum und aus dem Ostteil ein Flickenteppich territorialer Herrschaften im Gefäß eines ominösen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation werden ließen, dessen Oberhaupt, der Kaiser, seine Macht wesentlich aus seinem eigenen Territorialbesitz zog und eher bestrebt war, die Macht seiners Hauses zu steigern, als Politik zum Wohl des anvertrauten Reiches zu führen.

Irgendwann hatte sich Europa daran gewöhnt, das Gebiet des Heiligen Reiches als Verfügungsmasse und Ort der Kriegsführung zu nutzen. Seit dem 30-jährigen Krieg vor allem seit Ludwig XIV. verwüsteten regelmäßig französische Truppen das Reichsgebiet, worunder die deutsche Bevölkerung schwer zu leiden hatte. Gnadenlos nutzten die französischen Könige die Schwäche ihres Nachbarn zur Expanion zu Lasten des Reiches und überschritten mit der Annexion von Deutsch-Lothringen und des Elsass sogar die seit Jahrhunderten bestehende Sprachgrenze. Seinen Höhepunkt fand diese Annexionspolitik unter Napoleon, der dem Heiligen Reich den Todesstoß versetzte.

Dieser Dauerkrieg gegen das Reich war oft gegen die ureigensten Interessen Frankreichs. So führte die Teilnahme Ludwig XV. im Siebenjährigen Krieg gegen Preußen zum Verlust der französischen Kolonien in Nordamerika und Indien.

Die Idee der Nation als Staatsnation verwirktliche sich zuerst in Nordamerika beim Unabhängigkeitskrieg gegen Britannien und in Frankreich im Rahmen der französischen Revolution. Aber diese Idee verbreitete sich in ganz Europa und fasste auch in Deutschland Fuß. Sie wurzelte letztendlich im liberalen Bürgertum, das die ständische Organisagion als unnatürlich und beengend empfand, während große Teile des einfachen Volkes in Treue zu den Monarchen verharrten, die in dieser eher familiären Herrschaft mehr Sicherheit verspürten als in der Abhängigkeit von irgendwelchen Konzernherren.

Nun hätte man ja erwarten dürfen, dass das revolutionäre Frankreich, nun als Nation konstituiert, die nationalen Einigungsbemühungen der Nachbarvölker begrüßen und unterstützen werde, vor allem dort, wo klare Sprachgrenzen die Trennung der Völker erlauben.

Doch weit gefehlt! Auch die französische Republik fuhr fort, Vorteil aus der Zersplitterung der deutschen Staaten zu ziehen und diese Zerplitterung sogar zu fördern ("Wir lieben Deutschland so sehr, dass wir froh sind, dass es mehrere davon gibt") Anstatt Völker zu dem werden zu lassen, was ihrer Natur und ihrem Lebensraum entspricht, blieb es bei der Unsitte der Kabinette, Staaten unter dem Gesichtspunkt von Gleichgewichten und Machtinteressen zu sehen. Und so kam es, wie es kommen musste: Die deutsche Einigung (allerdings ohne Deutsch-Österreich) war nur nach einem Krieg mit Frankreich möglich, primär einem Krieg gegen das kaiserliche Frankreich unter Napoleon III, der sich aber dann ausweitete, als nach dem Sturz des frz. Kaisers die Republik die Kampfhandlungen fortsetzte. Frankreich verlor das deutschsprachige Elsass und den Teil Lothringens, der weitgehend deutschsprachig war und musste eine Kriegskontribution zahlen.

Ein für den französischen Nationalstolz sicher ein Schlag, aber man darf nicht vergessen, dass es in Süddeutschland kein noch so kleines Kaff gibt, das nicht mindestens einmal von französischen Truppen abgefackelt wurde. Auch darf nicht vergessen werden, dass nach dem Abzug der Franzosen bei den Napoleonischen Kriegen, das Land ausgeplündert zurück blieb. Nach den vielen Verwüstungen und Greueln, welche die Deutschen durch Frankreich erlitten haben, war das, was dem 1871 besiegten Frankreich angetan wurde, eine harmlose Revanche, welche den Lebensnerv Frankreichs nicht im mindesten tangierte.

Auch wurde Frankreich durch das zweite Kaiserreich der Deutschen keineswegs bedroht, betracheten doch der Gründer Bismarck als auch die Nachfolger im Amt und die Herrscher das Reich als konsoldiert und bestanden zu keinem der Nachbarn Territorialkonflikte oder Annexionswünsche. Natürlich hatte das neue Reich mit zunehmender Bedeutung des Exports, wie die anderen imperialisischen Mächte auch, den Wunsch, sich in der Welt zu entfalten, nahm am Ringen um Kolonien und Einflusssphären teil, wobei es dabei ja am Katzentisch saß, war doch der interessantere Teil der Welt schon verteilt. Und die etablierten Mächte, also Frankreich, Britannien und Russland, zeigten sich nicht gewillt, die Interessen der neu aufsteigenden Macht zu berücksichtigen. Allein die Existenz des Reiches war den Nachbarn lästig, und wäre dieses mit Samtpfötchen aufgetreten, es hätte ihm nichts genutzt.

Was wäre für Frankreich näher gelegen, sich mit dem Nachbarn zu verständigen und von dessen Dynamik zu profitieren. Jahrhunderte lang hat Frankreich die kontinentaleuropäische Politik dominiert, war Französisch die Sprache der Gelehrten und der Aristokratie. Warum nicht vom deutschen Wirtschaftswachstum profitieren, einen starken Partner gewinnen um dann in der Welt mehr Gewicht zu haben.

Aber nein, als ob das schmale Grenzländchen Elsass-Lothringen das Juwel in der Krone Frankreichs gewesen wäre, ohne den Besitz desselben, die französische Gloire ganz erloschen wäre, pflegte man einen gediegenen Revanchismus, lies keine Möglichkeit aus, das Reich herauszufordern und suchte sich einen Verbündeten, das autokratische Russland, dessen Interessenlage der französischen total konträr war. Welches Interesse hatte Frankreich am Balkan? - Keines! - Und welche gemeinsamen Interessen verband Frankreich mit Russland (außer dem, Deutschland zu bedrohen). Keine!

Schon von der Wesensart her passen Russen und Franzosen überhaupt nicht zusammen.

Und es zeigte sich dann im ersten Weltkrieg, dass die russische Karte nicht stach! Stattdessen hatte man die Deutschen am Hals, was Millionen von Toten und Verletzten forderte und die Wirtschaft Frankreichs ruinierte, der erste Schritt zum Verlust der Weltgeltung. Welche Dummheit, welche grandiose Dummheit! Ein Freundschaftsvertrag mit dem Reich, mit entmilitarisierung von Elsass-Lothringen, mit Autonomiestatut für dieses Ländchen, mit Kooperation bei der Nutzung der Kohleminen, das wäre es gewesen. Ein Freihandelsabkommen mit dem Reich, gemeinsame Militärmanöver, klare Abgrenzung der Interessengebiete, Schaffung gemeinsamer Interessengebiete, das hätte das Ziel der französischen Außenpolitik nach 1871 sein müssen.

Die französischen Eliten leiden an einer besonderen Form des Narzissmus. Sie meinen, Frankreich müsse immer das Größte, das Beste, das Kultiviereste, das Bedeutendste sein. Das ist ein Fehler! Die europäischen Nationen wechseln sich in der Führung ab, so wie innerhalb Deutschlands die Bundesländer. Und Deutschland als verspätete Nation hatte eine Menge aufzuholen. Da bot es sich doch an, diese aufstrebende Macht einzubinden, als Freund zu gewinnen.

Zu so einer klugen Strategie war und ist Frankreich aber nicht in der Lage. Chauvinismus, Machtpolitik und Neid sind die Triebfedern französischer Politik. Ein Gockel, der lieber den Kopf verliert, als beizeiten den Schnabel zu halten. Für die französischen Eliten ist selbst Kleinstdeutschland, und als solches muss man die BRD wohl bezeichnen, fehlen nicht nur die Ostgebiete und das Sudetenland, sondern auch Deutsch-Österreich zum 1848 erträumten deutschen Nationalstaat, selbst Kleinstdeutschland ist der französischen Politik noch zu groß. Denn nur umgeben von Zwergen, kann sich Frankreich groß fühlen.

Sonntag, 10. August 2014

Out of Topic

Meine lange Postpause erklärt sich dadurch, dass ich mich intensiv mit dem Thema Erster Weltkrieg (The Great War, La Grande Guerre) beschäftigt und dazu mehrere Bücher, darunter "Die Schlafwandler" und "14/18 - Der Weg nach Versailles" gelesen habe.

Der Berührungspunkt mit den Männerrechten ergibt sich dadurch, dass bei diesem nun wirklich völlig sinnlosen Krieg Millionen junger Männer geopfert wurden, ohne dass irgendeine der europäischen Gesellschaften hier Skrupel gezeigt hätte. Wenn das die patriarchalische Dividende sein soll, dann vielen Dank dafür.

Am besten gefällt mir das Buch "14/18 - Der Weg nach Versailles" von Jörg Friedrichs. Der Autor arbeitet wie der professionelle Pathologe und seziert die vorliegenden Fakten, ohne Pathos, ohne Moralisieren, eine glasklare Analyse.

Mich erinnern die Geschehnisse um den Ersten Weltkrieg ein wenig an Romeo und Julia auf dem Dorfe von Gottfried Keller, eine Novelle um die tragische Liebe zweier Jugendlicher, deren Väter sich über den zu Unrecht erworbenen Besitz eines Vagabunden im Streit ruinieren. Und so sind, da stimme ich der Analyse von Lenin voll zu, die europäischen Imperialisten im Streit um Märkte, Resourcen und Verkehrswege aneinander geraten und haben sich dabei ruiniert. Die lachenden Dritten waren die USA und Japan.

Am wackersten geschlagen hat sich das Deutsche Reich, das die Russen und alle anderen östlichen Verbündeten der alliierten Mächte (Serbien, Rumänien) besiegt und die Westmächte Frankreich und Britannien an den Rand des Zusammenbruchs gekämpft hat. Nur war die herrschende Schicht zu unfähig und zu unbeweglich, um aus dieser Nummer zumindest mit einem blauen Auge heraus zu kommen.

Der Eintritt Amerikas war ausschließlich der Sicherung der Kriegskredite geschuldet, welche die beiden  bankrotten Verbündeten bei einem Remis kaum jemals hätten zurückzahlen können. Auch waren die USA als Lieferanten von Lebensmitteln, Waffen und Munition an die Alliierten vom ersten Kriegstag an auf deren Seite involviert. Von einer Neutralität kann hier nicht gesprochen werden.