Mittwoch, 3. Januar 2007

Kinder als wertvolles Gut

Prof. Dr. Hans Bertram
Humboldt-Universität zu Berlin

Kinder als wertvolles Gut

Zitat:
Wenn man Eltern fragt, warum sie sich für Kinder entscheiden, so antworten Väter und Mütter
mit überwältigender Mehrheit, dass es ihnen einfach Spaß macht, Kinder aufwachsen zu sehen, dass Kinder dem Leben einen Sinn geben und das Leben intensiver und erfüllter machen. Eltern, und dabei vor allem die Mütter, sehen aber auch, dass Kinder eine Einschränkung der Berufsarbeit bedeuten; auch ist eine große Zahl der Eltern der Meinung, dass Frauen auf Karriere verzichten müssen, wenn sie sich für Kinder entscheiden.
In dieser Einschätzung unterscheiden sich Eltern in Deutschland nicht voneinander, ob sie in Hamburg, Stuttgart oder Berlin leben, wie sich mit meiner jüngsten Drei-Städte-Untersuchung belegen lässt. Es gibt in diesen Punkten keine Unterschiede bei Eltern.

Renate Köcher hat im Auftrag der Landesregierung Baden-Württemberg eine Untersuchung zu den Einstellungen von jungen Paaren zu Kindern gemacht und gefragt, was aus ihrer Sicht wichtig sei, um sich für ein Kind zu entscheiden.


Drei Dinge nennen diese Paare:

  • Als erstes natürlich den gemeinsamen Wunsch zu einem Kind,
  • als zweites die Sicherheit der Partnerschaft, dass man sich also wechselseitig vertraut,
  • und als drittes die Sicherheit im Beruf und auch eine gesicherte Berufsperspektive bei mindestens einem Partner.

Offenbar spielen hier also drei Elemente eine wichtige Rolle.

Zitat Ende.

Nun, damit ist eigentlich alles gesagt. Vor allem ist die Familienpolitik der Regierung ad absurdum geführt, nämlich die Vorstellung, durch Geldanreize zu mehr Kindern zu kommen.
Kinder bekommen nur Paare, die Kinder als Bereicherung, als Lebensinhalt wahrnehmen, also Menschen mit dem Hobby Kinderaufzucht.
Wer keine Erdbeeren mag kauft auch keine, wenn Erdbeeren im Sonderangebot sind.
Und dann werden Kinder gezeugt, wenn die Partnerschaft stimmt und zumindest einer der Partner eine gesicherte Berufsperspektive hat. Menschen in prekären Situationen werden doch keine Kinder in die Welt setzen. Darum ist Globalisierung tödlich für den Kinderwunsch, zumindest für diejenigen, die global arbeiten müssen, z.B. die Directricen und Manager im Modebereich.

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