Montag, 30. Dezember 2013

Darwins lästiges Erbe - Evolution, Geschlecht und Führung

Wir werden auch in Zukunft mehr Männer als Frauen auf den Chefsesseln der Macht sehen – und
kein Frauenförderprogramm wird daran etwas ändern. Führungs- und Geschlechter-Thesen aus
Sicht eines Evolutionspsychologen.

Mit den nächsten 4.500 Wörtern möchte ich Sie davon überzeugen, dass
vieles, was wir über Männer, Frauen
und Führung zu wissen glauben, auf
falschen Annahmen beruht.
Hierzu möchte ich zunächst zwei
Beobachtungen mit Ihnen teilen und
im Anschluss daran einige Thesen
entwickeln.
Der Link führt zu einem Artikel für Personalverantwortliche. Sehr lesenswert!

Besonders gut gefällt mir der Schluss, wo der Autor den Wunsch äußert, dass jedem Menschen die Möglichkeit gegeben werden sollte, nach seiner Facon seelig werden zu können, ein guter Ansatz.

Wenn man den Artikel liest, sollte man berücksichtigen dass hier ein Personalverantwortlicher von Führungskräften spricht, und zwar Führungskräften in Unternehmen. Und er spricht auch nicht von irgendwelchen Führungskräften, sondern von denen, die ganz nach oben wollen und dann auch dort ankommen. Er spricht also von Aufsteigern, und Aufsteiger sind in der Tat spezielle Persönlichkeiten, weil so ein Aufstieg extremen Einsatz erfordert und natürlich eine spezielle Persönlichkeit, denn nach oben kommt man nur im Wettbewerb mit anderen.

Diese Typen sind bei Mann und Frau in unterschiedlicher Häufigkeit anzutreffen, das mag schon sein, wobei ich nicht sicher bin. Mögen Männer um den beruflichen Aufstieg konkurrieren, so konkurrieren bestimmte Frauen um den erfolgreichen Mann. Denn hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine erfolgreiche Frau, die den gleichen Lebensstandard genießt, wie er selbst, aber ohne die Nebenwirkungen des Erwerbs.

Ich frage mich, ob man als Mann sich dieses Hamsterrad antun will. Es gibt andere Möglichkeiten Alpha zu sein. Und wer auf Golddigger verzichtet findet Frauen, die nicht nur das Einkommen des Mannes im Blick haben. Man(n) kann diese genetische Disposition zu Engagement und Risikobereitschaft auch auf andere Weise ausleben und dabei viel Spaß haben. So hat ein Lehrer, der gleichzeitig ein begeisterter Motorradfahrer ist, das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Er fährt interessante Touren in der ganzen Welt und macht drüber Berichte mit Text und Bild, welche dann in seiner Stammzeitschrift, dem Tourenfahrer, veröffentlicht werden. Vor einigen Jahren hat er eine Lehrerkollegin gefunden, welche seine Leidenschaft teilt und jetzt touren sie gemeinsam. Tolle Sache.

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